Lernen mit digitalen Zeugnissen (LediZ)
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Aktuelles

Digitale Zeugnisse feierlich eröffnet!

Am 22. Januar 2020 wurden die digitalen Zeugnisse im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching feierlich eröffnet.


Nach der Begrüßung durch den Hausherren Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller folgten Grußworte von Herrn Bernd Sibler (Videobotschaft, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst), Herrn Werner Karg (Ministerialrat, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus), Prof. Dr. Oliver Jahraus (Vizepräsident für den Bereich Studium) und Dr. Andreas Eberhardt (Vorstandsvorsitzender, Stiftung, Erinnerung, Verantwortung, Zukunft‘).

Daran anschließend stellten Studierende und Mitarbeitende der LMU München, die am Projekt beteiligt sind, die Lebensgeschichten von Eva Umlauf und Abba Naor vor. Sie brachten dabei persönliche Erfahrungen mit dem digitalen Zeugnis zum Ausdruck: Passagen, die sie beeindruckt haben, Formulierungen, die sich ihnen eingeprägt haben. Verwoben waren in diesen Vortrag lyrische Einlagen zu Ehren Eva Umlaufs.

Prof. Dr. Anja Ballis erläuterte Entwicklung und Besonderheiten der digitalen Zeugnisse entlang der drei Begriffe ‚Wertschätzung‘, ‚Zeugnis‘ und ‚Gemeinschaftsbildung‘. Im Februar 2018 wurden erste Überlegungen angestellt, die in enger Kooperation mit der Forever Holding und mit dem Leibniz-Rechenzentrum realisiert werden konnten. Erklärtes Ziel des Münchner Projektes ist, die Überlieferung der Ereignisse vor über 70 Jahren sicherzustellen und weiterzuführen. Trotz hohem technischen Aufwand ist den Beteiligten bewusst, dass die digitalen Zeugnisse die persönliche Begegnung und das Gespräch mit Eva Umlauf und Abba Naor nicht ersetzen können. Daniel Kolb, der am Leibniz-Rechenzentrum die Zeugnisse kompetent betreut, führte die technischen Grundlagen näher aus und ging auf die Besonderheiten der Spracherkennung ein.

Anschließend bot sich für die Gäste der Veranstaltung eine besondere Gelegenheit: Im ‚Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung‘ erläuterte Prof. Dr. Markus Gloe die Funktionsweise und Besonderheiten des Systems. Die Besucher(innen) hatten dann die Gelegenheit, die 3D-Visualisierung zu erproben. Beobachtet und begleitet wurden sie dabei von Eva Umlauf und Abba Naor. Ihnen sei an dieser Stelle mit Nachdruck dafür gedankt, dass sie sich auf das Projekt eingelassen haben und bis heute ihre Geschichte erzählen.

Veranstaltungen (1)

  • Am 22.01.2020 werden die interaktiven digitalen 3D-Zeugnisse der Holocaust-Überlebenden erstmals vorgestellt und das Projekt „Lernen mit digitalen Zeugnissen“ präsentiert. Eine Berichterstattung folgt.

Publikationen (2)

  • HE revisitedIm Dezember 2019 erscheint der Band „Holocaust Education Revisited: Wahrnehmung und Vermittlung • Fiktion und Fakten • Medialität und Digitalität“. Herausgegeben wird dieser von Anja Ballis und Markus Gloe.

Pressespiegel (2)