Lernen mit digitalen Zeugnissen (LediZ)
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sesselwebseite27.01.2022, 16-17 Uhr: "erzählen - erinnern - erleben" Veranstaltung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus treffen sich Mitglieder und Unterstützer*innen des Projektes LediZ und weitere Interessierte via Zoom.

Wir hören, was Zeitzeug*innen erlebt erhaben, welche Geschichten sie uns erzählen und woran sie sich und uns erinnern.

Die Veranstaltung findet als geführter Erinnerungsrundgang statt, der Menschen, Zeugnisse und Räume digital verbindet.

Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Gespräch und Austausch.

Sollten Sie Interesse haben, ebenfalls an der Veranstaltung teilzunehmen, melden Sie sich gerne bei Ernst Hüttl: ernst.huettl@germanistik.uni-muenchen.de.

Veranstaltungen (32)

Am 18.11.2021: Lehrer*innenfortbildung "Fachlichkeit und Führung in der eigenverantwortlichen Schule: das Fach Geschichte"

Vom 17.11.2021 bis zum 19.11.2021 fand die Lehrer*innenfortbildung Fachlichkeit und Führung in der eigenverantwortlichen Schule: das Fach Geschichte der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP Dillingen) in Kooperation mit dem Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB) statt. Im Rahmen dieses Lehrgangs richteten Prof. Dr. Anja Ballis und Prof. Dr. Markus Gloe am 18.11.2021 einen Workshop zur Arbeit mit interaktiven digitalen Zeugnissen, Chatbots und VR-Hubs aus.

Am 14.11.2021: Vortrag auf der Konferenz PAMLA 2021

Vom 11.11.2021 bis 14.11.2021 fand die 118. jährliche Konferenz der Pacific Ancient and Modern Language Association (PAMLA) im Hybrid-Format (in Las Vegas bzw. virtuell) statt. Das diesjährige Tagungsthema lautete "City of God, City of Destruction". Prof. Dr. Anja Ballis und Dr. Julie Winter waren am 14.11.2021 in der virtuellen Session "Representing the Shoah Across Borders" mit dem Vortrag "Interactive Holocaust Survivor Biographies in Language Class: Transnational Cooperation Using Innovative Media" vertreten.

Am 05.11.2021: Lessons and Legacies Regional Interim Meetings 2021

Die Holocaust Educational Foundation of Northwestern University (HEFNU) organisierte diesen Herbst an sechs ausgewählten Standorten Interim Meetings im Hybrid-Format aus der Tagungsreihe "Lessons and Legacies". Vom 04.11.2021 bis 06.11.2021 fand eine solche Tagung in Knoxville, Tennessee statt. Florian Duda, Fabian Heindl, Ernst Hüttl, Daniel Kolb und Frauke Teichmann präsentierten und diskutierten am 05.11.2021 am virtuellen runden Tisch verschiedene Präsentations- und Interaktionsformen interaktiver digitaler Zeugnisse.

Am 27.10.2021: Workshop für Gedenkstättenmitarbeiter*innen am NS-Dokumentationszentrum München

Am 27.10.2021 richtete Prof. Dr. Anja Ballis am NS-Dokumentationszentrum München ab 17:00 Uhr einen Workshop zur Entwicklung, Nutzung und Wirkung interaktiver digitaler Zeugnisse für Rundgangsleiter*innen und andere Mitarbeiter*innen der KZ-Gedenkstätte Dachau aus.

Am 14.10.2021: Lehrer*innenfortbildung am NS-Dokumentationszentrum München

In Kooperation mit der Bayerischen Museumsakademie fand am 14.10.2021 von 10:00 - 17:00 Uhr am NS-Dokumentationszentrum München die Lehrer*innenfortbildung "Das Ende der Zeitzeugenschaft und die zeithistorische Bildung" statt. Inspiriert von der aktuellen Ausstellung "Ende der Zeitzeugenschaft?" gingen Lehrkräfte, Geschichtsdidaktiker*innen und Mitarbeiter*innen von Museen, Gedenkstätten und Erinnerungsorten gemeinsam der Frage nach, was das Ableben der letzten Zeitzeug*innen der NS-Verbrechen für die zeithistorische Bildungsarbeit bedeutet. Unter anderem führten Prof. Dr. Anja Ballis und Prof. Dr. Michele Barricelli einen Workshop zu den Möglichkeiten digitaler Medien durch.

Am 22.09.2021: LediZ im Salon Luitpold

Am 22.09.2021 stellten Prof. Dr. Markus Gloe und Prof. Dr. Karsten Fischer von 19:00 - 20:30 Uhr im Salon Luitpold das Projekt LediZ vor. Die Veranstaltung mit dem Titel "Interaktive Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden – Technische Spielerei oder Potenzial für die historisch-politische Bildung?" war offen für alle Interessierten und wurde auch als Livestream übertragen.

Am 02.08.2021: Präsentation im Projekt "I_remember – Digital Lab of Remembrance"

Im Rahmen der Internationalen Jugendbegegnung Dachau 2021 präsentierte Fabian Heindl in der Vortragsreihe "Do (u) remember? The past, presence, and future of digital remembrance" des Projekts "I_remember – Digital Lab of Remembrance" das Projekt LediZ mit Schwerpunkt auf einem Zeugnis von Sinti und Roma der zweiten Generation.

Vom 19. bis 23.07.2021: Präsentation auf der IAGS Tagung an der Universität Barcelona

Auf der 15. IAGS Tagung Genocide and Its Prevention in the Digital Age - 21st Century Challenges präsentierte Prof. Dr. Anja Ballis unter dem Titel "Digital Media in Holocaust Education – A Multiperspective Study on the Effects of Interactive 3D Testimonies of Holocaust Survivors" Ergebnisse einer empirischen Untersuchung. Gastgeberin der Konferenz war die Universität Barcelona.

Vom 01.07.2021 bis 14.11.2021: LediZ am NS-Dokumentationszentrum München

Am 23. Juni eröffnete das NS-Dokumentationszentrum München die Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“, ein Kooperationsprojekt mit dem Jüdischen Museum Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Ab dem 1. Juli konnten Besucher*innen der Ausstellung mit der 2D-Version von Abba Naors Zeugnis sowie zu ausgewählten Terminen (07.07.2021, 14.07.2021, 21.07.2021, 22.09.2021, 06.10.2021, 13.10.2021, 20.10.2021, 27.10.2021, 10.11.2021; immer um 10:00 Uhr sowie in der Langen Nacht der Museen am 16.10.2021 um 21:00 Uhr) mit der 3D-Version interagieren. Weitere Informationen zur Auftaktveranstaltung am 1. Juli finden Sie hier. Die virtuelle Eröffnung der Ausstellung können Sie auf YouTube ansehen.

Am 25.06.2021: Präsentation von LediZ auf dem ADBU 2021

Der Arbeitskreis der Deutschdidaktik an bayerischen Universitäten (ADBU) ist der Zusammenschluss aller im Bereich der Deutschdidaktik an bayerischen Hochschulen Lehrenden. Die (virtuelle) Tagung 2021 drehte sich um den thematischen Schwerpunkt "Digital – Lesen – Unterrichten – Forschen – Entwickeln". Ernst Hüttl und Frauke Teichmann präsentierten hierzu am 25.06.2021 das Projekt LediZ und ihre damit verknüpften Forschungsvorhaben.

Am 19.06.2021: Vortrag auf der 15. Ingenieurspädagogischen Jahrestagung 2021

Fabian Heindl präsentierte auf der Ingenieurspädagogischen Jahrestagung am 19.06. 2021 unter dem Titel "Der Einsatz von KI in Bildungsprozessen – Herausforderungen und Chancen am Beispiel digitaler Zeitzeugnisse" das Projekt LediZ und diskutierte den Einsatz von KI in Bildungskontexten. Am Fallbeispiel der interaktiven digitalen 3D-Zeugnisse wurde erörtert, welche Chancen und Herausforderungen sich aus pädagogischer und ethischer Perspektive bei der Entwicklung und Nutzung solcher Technologien in Bildungsprozessen ergeben können.

Vom 11. bis 12.06.2021: Vortrag und Workshop auf der virtuellen Tagung "Digitale Medien im (Deutsch-)Unterricht" der PH Ludwigsburg und der Universität Stuttgart

Die AStA der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg und der Universität Stuttgart organisierten im Juni 2021 eine Tagung zu "Digitalen Medien im Deutschunterricht". Im Zentrum standen Vorträge von Expert*innen, welche durch von Student*innen geleitete Workshops ergänzt wurden. Die Workshops dienten der Vernetzung der Student*innen sowie der direkten Anwendung und kritischen Auseinandersetzung mit den zuvor gehörten Vortragsinhalten. Prof. Dr. Anja Ballis und Michael Kuhn waren auf der Konferenz am 11. und 12. Juni mit Überlegungen zu LediZ vertreten.

Am 11.06.2021: Vortrag auf dem SYP-Workshop "Digitale Geschichtskultur"

Im Rahmen des SYP-Workshops "Digitale Geschichtskultur" stellte Fabian Heindl das Projekt LediZ unter dem Titel „Interaktive digitale 3D-Zeitzeugnisse in der historisch-politischen Bildung“ vor. Der Workshop wurde von der Bochumer Ortsgruppe der Studierenden und Young Professionals in der AG Angewandte Geschichte/Public History (SYP) im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) gemeinsam mit dem Arbeitskreis "Digitaler Wandel und Geschichtsdidaktik" in der Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) ausgerichtet.

Am 25.05.2021: Dr. Eva Umlauf zu Filmaufnahmen in Potsdam

Am 25. Mai 2021 machte sich das Projektteam auf den Weg ins Filmstudio Babelsberg. Dort erzählte Dr. Eva Umlauf in sechs Episoden aus ihrem Leben. Diese wurden mit neuester Technologie von der volucap und dem Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut aufgenommen. Ziel des Projektes ist es, diese Filmaufnahmen in eine VR Experience für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zu integrieren.

Am 19.05.2021: Workshop auf der Internationalen Konferenz zur Geschichte und Erinnerung der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Vom 18. bis 21. Mai 2021 hielt die Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten in Kooperation mit der Humboldt-Universität Berlin in virtueller Form die Internationale Konferenz zur Geschichte und Erinnerung der nationalsozialistischen Konzentrationslager ab. Der Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf medialen Erwartungen und veränderten Rezeptionsweisen von Gedenkstättenbesucher*innen. Am 19. Mai führten Prof. Dr. Anja Ballis und Prof. Dr. Markus Gloe im Panel "Digitalisierung der Erinnerung" den Workshop "Neue Kommunikationsformen, neue Räume? – Digitale Zeugnisse zwischen Schulhof, Gedenkstätte und Museum" durch. Die Aufzeichnung der Veranstaltung kann auf YouTube angesehen werden.

Am 11.05.2021: Veranstaltung "Immersive Storytelling for Documentary Narratives: Wie AR und VR das Geschichtenerzählen verändern" auf dem DOK.fest München 2021

Daniel Kolb vom Leibniz Rechenzentrum und Tim Deussen vom Studio Deussen präsentierten und diskutierten auf dem DOK.fest München 2021. Bei der Veranstaltung Immersive Storytelling for Documentary Narratives: Wie AR und VR das Geschichtenerzählen verändern wurde anhand der Projekte "LediZ" und "Loving Ones" betrachtet, wie sich dokumentarisches Erzählen durch neue Technologien wie Augmented Reality und Virtual Reality verändert.

Am 10.05.2021: Präsentation "Preserving Conversations with Contemporary Holocaust Witnesses: Evaluation of Interactions with a Digital 3D Testimony" auf der ACM Konferenz "Human Factors in Computing Systems"

Die ACM Conference on Human Factors in Computing Systems (CHI) ist eine seit 1982 jährlich veranstaltete wissenschaftliche Konferenz der ACM SIGCHI, die sich mit der Interaktion zwischen Menschen und Computern beschäftigt. Auf der diesjährigen Veranstaltung präsentierte und diskutierte Daniel Kolb vom Leibniz Rechenzentrum die Studie "Preserving Conversations with Contemporary Holocaust Witnesses: Evaluation of Interactions with a Digital 3D Testimony" zum Projekt LediZ. Der vollständige Beitrag kann auf YouTube angesehen werden.

Am 04.05.2021: Präsentation erster Forschungsergebnisse an der ALP Dillingen

Prof. Dr. Anja Ballis stellte auf einem Fortbildungslehrgang der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen Seminarlehrkräften im Fach Deutsch (Realschule) erste Forschungsergebnisse in der schulischen Arbeit mit digitalen Zeugnissen vor.

Am 24.03.2021: Online-Workshop im Rahmen der "Internationalen Wochen gegen Rassismus"

Bereits zum fünften Mal beteiligte sich die Stadt Marburg in Form von Rundgängen, Mitmach-Aktionen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Online-Workshops und Diskussionsrunden an der Kampagne "Internationale Wochen gegen Rassismus", die in diesem Jahr unter dem Motto "Solidarität. Grenzenlos." stand. Drei Marburger Schulklassen aus der zehnten Jahrgangsstufe nahmen mit viel Engagement und Neugierde am Online-Workshop "Lernen mit digitalen Zeugnissen" (Leitung: Ernst Hüttl) teil, in dem sie Abba Naors digitalem Zeugnis selbst Fragen stellen und sich über diese Form der Begegnung austauschen konnten.

Am 26.02.2021: Keynote auf der 79. Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz der Universität Lettlands

Am 26.02.2021 hielten Prof. Dr. Anja Ballis und Prof. Dr. Markus Gloe die Keynote der Session Difficult Heritage: Communication and Interpretation im Rahmen der 79. Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz der Universität Lettlands. Der Vortrag trug den Titel "Technology Meets Heritage - Interactive 3D testimonies at a German memorial site".

Am 22.02.2021: Virtuelle Fortbildung für Lehrkräfte: "Der Holocaust im Schulunterricht"

Am 22.02.2021 fand von 15-19 Uhr die virtuelle Lehrer*innenfortbildung "Der Holocaust im Schulunterricht: Vermittlung - Forschungstrends - Herausforderungen" statt.

Am 26.01.2021: Zeitzeugen-Zoom mit Pinchas Gutter

Am 26.01.2021 fand via Zoom ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Pinchas Gutter statt. Den Flyer der Veranstaltung finden Sie hier.

Am 22.12.2020: Vortrag zu "Interaktive 3D-Zeugnisse. Entwicklung, Erforschung und Exploration"

Am 22.12.2020 hielt Prof. Dr. Anja Ballis im Rahmen des Seniorenstudiums einen Vortrag zu "Interaktive 3D-Zeugnisse. Entwicklung, Erforschung und Exploration".

Am 01.12.2020: Ein Beitrag zu LediZ im Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (BMBF)

Prof. Dr. Markus Gloe berichtet im Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (Ausgabe 5|2020) über die Entwicklung und Erforschung der interaktiven digitalen 3D-Zeugnisse.

Am 12.11.2020: Fortbildung "Virtuelle Zeitzeugen?" der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Bei einer virtuellen Fortbildung im Rahmen der Aktionstage Netzpolitik & Demokratie der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit präsentierten Prof. Dr. Anja Ballis und Prof. Dr. Markus Gloe das Projekt LediZ.

Am 05.11.2020: Eröffnung des DFG-Netzwerks "Testimony meets Technology"

Am 5. November 2020 kamen Mitglieder, Assoziierte und Gäste des DFG-Netzwerks „Testimony meets Technology“ via Zoom erstmals zusammen, um sich über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft interaktiver digitaler Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden auszutauschen. Knapp zwanzig Forscher*innen und Expert*innen aus verschiedenen Ländern, Institutionen und Fachdisziplinen nahmen an der gut sechsstündigen Auftaktveranstaltung teil.

Vom 5. bis 11.10.2020: LediZ an der KZ-Gedenkstätte Dachau

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Am 21.09.2020: LediZ auf der IJB Dachau 2020

Markus Gloe und Fabian Heindl stellten LediZ auf der IJB Dachau im Rahmen des Projekts "I_remember" vor. Der gesamte Beitrag mit Diskussion kann auf der YouTube-Seite des Projekts angesehen werden.

Am 02.06.2020: “Can you imagine?” Ein Zeitzeuginnen-Zoom mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Schloss

Eva Schloss wurde 1929 als Eva Geiringer in Wien geboren und musste mit ihrer Familie das Land verlassen, als die Nationalsozialisten 1938 in Österreich die Herrschaft übernahmen. Die jüdische Familie floh zunächst nach Belgien, dann in die Niederlande. Die Geiringers lebten dort am Merwedeplein in Amsterdam, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Familie Frank, deren Schicksal durch Annes Tagebuch dokumentiert ist. Die Geschichte der vierköpfigen Familie Geiringer ist weniger bekannt: Eva, ihre Mutter Elfriede, ihr Vater Erich und ihr älterer Bruder Heinz tauchten 1942 ebenfalls in der Stadt unter. Sie wurden am 11. Mai 1944 verraten – es war Evas 15. Geburtstag. Die Familie wurde in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nur Eva und ihre Mutter erlebten die Befreiung des Lagers am 27. Januar 1945. Ihr Vater und Bruder waren nach einem Todesmarsch nach Ebensee im dortigen Außenlager des KZs Mauthausen zu Tode gekommen.

Da ein persönliches Treffen mit Eva Schloss aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr möglich war, schlug die inzwischen 91-jährige Zeitzeugin spontan ein Gespräch via Zoom vor. Am 2. Juni 2020 schaltete sie sich aus ihrem Zuhause in London zu und erzählte dem Münchner Seminar von ihrem Leben - auf Englisch, da es ihr in dieser Sprache leichter falle, über den Holocaust zu sprechen, auch wenn Deutsch ihre Muttersprache ist. Während sie ihre Verfolgungsgeschichte erzählte, richtete sie sich immer wieder mit einer Frage an die Studierenden: “Can you imagine?” Sie hob hervor, dass es gerade in der heutigen Zeit wichtig sei, Position zu beziehen und sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Ihre Botschaft an die Studierenden lautete: “Don’t be a bystander. If you see injustice being done, speak up! That is a message for you as well, of course!” Zudem berichtete sie von ihren Begegnungen mit Otto Frank; er hatte 1953 ihre Mutter Elfriede geheiratet und wesentlichen Anteil daran, dass Eva zur Fotografin ausgebildet wurde. Seit nunmehr vierzig Jahren erzählt sie als Zeitzeugin die Geschichte ihrer Familie.

Eva Schloss nahm sich viel Zeit, auf die Fragen der Studierenden zu antworten. Diese bezogen sich vor allem auf die aktuelle Lage, ihr Verhältnis zu den Deutschen und ein Leben ohne Rache. Nach zwei vollen Stunden kam der Zeitzeuginnen-Zoom zum Ende. Es war eine sehr wertvolle Erfahrung, welche die Seminarteilnehmer*innen niemals vergessen werden.

Wenn Sie sich Eva Schloss' Antworten auf einige der Fragen der Studierenden anhören möchten, können Sie dies hier tun.

Im Logbuch Digitale Lehre können Sie sich auch den vollständigen Videomitschnitt des Zeitzeuginnen-Zooms mit Eva Schloss ansehen.

Am 22.01.2020: Digitale Zeugnisse feierlich eröffnet!

Am 22. Januar 2020 wurden die digitalen Zeugnisse im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching feierlich eröffnet.

Nach der Begrüßung durch den Hausherren Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller folgten Grußworte von Herrn Bernd Sibler (Videobotschaft, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst), Herrn Werner Karg (Ministerialrat, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus), Prof. Dr. Oliver Jahraus (Vizepräsident für den Bereich Studium) und Dr. Andreas Eberhardt (Vorstandsvorsitzender, Stiftung, Erinnerung, Verantwortung, Zukunft‘).

Daran anschließend stellten Studierende und Mitarbeitende der LMU München, die am Projekt beteiligt sind, die Lebensgeschichten von Eva Umlauf und Abba Naor vor. Sie brachten dabei persönliche Erfahrungen mit dem digitalen Zeugnis zum Ausdruck: Passagen, die sie beeindruckt haben, Formulierungen, die sich ihnen eingeprägt haben. Verwoben waren in diesen Vortrag lyrische Einlagen zu Ehren Eva Umlaufs.

Prof. Dr. Anja Ballis erläuterte Entwicklung und Besonderheiten der digitalen Zeugnisse entlang der drei Begriffe ‚Wertschätzung‘, ‚Zeugnis‘ und ‚Gemeinschaftsbildung‘. Im Februar 2018 wurden erste Überlegungen angestellt, die in enger Kooperation mit der Forever Holding und mit dem Leibniz-Rechenzentrum realisiert werden konnten. Erklärtes Ziel des Münchner Projektes ist, die Überlieferung der Ereignisse vor über 70 Jahren sicherzustellen und weiterzuführen. Trotz hohem technischen Aufwand ist den Beteiligten bewusst, dass die digitalen Zeugnisse die persönliche Begegnung und das Gespräch mit Eva Umlauf und Abba Naor nicht ersetzen können. Daniel Kolb, der am Leibniz-Rechenzentrum die Zeugnisse kompetent betreut, führte die technischen Grundlagen näher aus und ging auf die Besonderheiten der Spracherkennung ein.

Anschließend bot sich für die Gäste der Veranstaltung eine besondere Gelegenheit: Im ‚Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung‘ erläuterte Prof. Dr. Markus Gloe die Funktionsweise und Besonderheiten des Systems. Die Besucher(innen) hatten dann die Gelegenheit, die 3D-Visualisierung zu erproben. Beobachtet und begleitet wurden sie dabei von Eva Umlauf und Abba Naor. Ihnen sei an dieser Stelle mit Nachdruck dafür gedankt, dass sie sich auf das Projekt eingelassen haben und bis heute ihre Geschichte erzählen.

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Am 06.11.2019: Educational Issues on 3D-Testimonies in the German Language ‒ A Research Report

Konferenz Lessons and Legacies, LMU München.

Am 19.09.2019: Präsentation Lernen mit digitalen 3D-Zeugnissen

Tagung der AG Kulturämter im Städtetag Baden-Württemberg (Heilbronn).

Presse- und Medienspiegel (28)

  • Die Novemberausgabe 2021 des österreichischen Magazins "DATUM - Seiten der Zeit" widmet sich dem Thema "Jüdisch leben heute". Emilia Garbusch berichtet in der Reportage Zeit ohne Zeugen über das Projekt LediZ und weitere neue Formen der Erinnerungskultur.
  • "Antworten aus dem Jenseits": Ernst-Ludwig von Aster berichtet am 27.10.2021 für Deutschlandfunk Kultur über das interaktive digitale 3D-Zeugnis von Zilli Schmidt.
  • Die DW-Sendung "Shift" befasst sich jede Woche mit einem Thema aus dem Bereich der digitalen Welt. In der Sondersendung "Shift-Spezial: Holocaust" vom 01.10.2021 geht es um die Frage, wie sich die Erinnerung an den Holocaust mit digitalen Technologien wach halten lässt. Auch das Projekt LediZ wird vorgestellt. Die ganze Sendung ist auf Deutsch und auf Englisch verfügbar.
  • Christina Böltl spricht für den Münchner Radiosender M94.5 mit Ernst Hüttl über aktuelle und zukünftige Entwicklungen im Projekt LediZ.
  • Kira Gantner setzt sich für das NDR-Medienmagazin ZAPP mit verschiedenen Projekten zur Erinnerung an den Holocaust auseinander, darunter auch LediZ (Folge Sophie Scholl: Social Media gegen das Vergessen, ab Minute 11:53).
  • "1000 Fragen an einen Zeitzeugen des Holocaust": Marina Borisowa berichtet für die Deutsche Welle über das Projekt (russisch).
  • Weiße Rose App in der ARD-alpha-Reihe "RESPEKT - Demokratie einfach erklärt" (Folge Mut und Moral – Was wir von Sophie Scholl lernen können)
  • Koku Musebeni berichtet auf dem Instagram-Kanal Workin' Germany des Bayerischen Rundfunks über das Projekt.
  • Im Podcast der Tagesschau kommen Abba Naor und sein digitales Konterfei zur Sprache. Zudem berichten Sophie von der Tann und Marcel Heberlein im Artikel Holocaust-Gedenken: Weshalb Zeitzeugen so wichtig sind über das Projekt.
  • Die Holocaust-Überlebende Eva Umlauf äußert sich im Artikel "Amid the Rampage at the U.S. Capitol, a Sweatshirt Stirs Troubling Memories" in der New York Times zu den Ausschreitungen in Washington, D.C.
  • In der ersten Folge des Podcasts der Zeitschrift Nomen Nominandum der Studierenden des Historischen Seminars an der LMU München wird Steffen Jost, damaliger Leiter der Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau, zu Bildungsarbeit in Zeiten der Digitalisierung befragt. Ab Minute 40:25 wird auch das Projekt LediZ diskutiert.
  • Die ZDFinfo Dokumentation "Die Deutschen und der Holocaust - Schluss mit Schlussstrich?" setzt sich mit Gegenwart und Zukunft der deutschen Erinnerungskultur auseinander und stellt dabei auch das Projekt LediZ vor. Zudem berichtet Andrea Schäffler im ZDFinfo-Artikel "Ein Viertel will Abschluss mit NS-Zeit" über das Projekt.
  • "Das Ende der Zeitzeugen": Chefredakteur Michael Husarek berichtet in den Nürnberger Nachrichten vom 28./29.11.2020 über LediZ.
  • "Remix der Erinnerung": Die Frankfurter Allgemeine Zeitung diskutiert neue Formen des Gedenkens wie interaktive digitale Zeugnisse.
  • "Vergangenheit (be)greifbar machen": Ein Beitrag über das Projekt im LRZ-Newsletter 11/2020.
  • Benjamin Markthaler berichtet im November 2020 für den Münchner Radiosender M94.5 über die Präsentation von LediZ an der KZ-Gedenkstätte Dachau.
  • In ihrer Ausgabe vom 12.10.2020 berichtet die Süddeutsche Zeitung über die Lebensgeschichte Eva Umlaufs und dem Transfer als "Digitales Zeugnis Holocaust-Überlebender" durch das Projekt LediZ.
  • "Über den Tod hinaus berühren" - so betitelt die Süddeutsche Zeitung ihren Bericht vom 05.10.2020 über die wertvolle und wirkungsvolle Auseinandersetzung Studierender mit dem interaktiven 3D-Zeugnis Abba Naors.
  • Ein Beitrag über LediZ in der Wissenssendung "nano".
  • Eine Zusammenfassung des Runden Tisches in der Online-Zeitschrift der KZ-Gedenkstätte Auschwitz. "How, Not If: Remembrance in a Digital Era" in: Memoria - Memory, History, Education. (Nr. 35, 08/2020) S. 24-26.
  • "Retweeten und Erinnern: Der digitale Umgang mit dem Holocaust" Ernst Hüttl im Gespräch mit dem Goethe Institut.
  • Eine Meldung über das Projekt LediZ in: AkademieAktuell. Zeitschrift der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. (Nr. 1 / 2020), S. 7.
  • 25.04.2020 "Gegen das Vergessen: 3-D Visualisierung von Holocaust-Überlebenden". Das Projekt LediZ wird im Newsletter 17 des Münchner Zentrum für Lehrerbildung (MZL) präsentiert.
  • 13.03.2020 Beitrag von Daniel Kolb auf XR HUB Bavaria.
  • 08.02.2020 MünchnerUni Magazin. Zeitschrift der Ludwig-Maximilians-Universität München (Nr. 1 / 2020), S. 16-18.
  • 23.01.2020 Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die feierliche Eröffnung von LediZ und gewährt einen gelungenen Einblick in das Forschungsvorhaben.
  • 22.01.2020 Das LRZ berichtet unter der Überschrift "Magische Momente für den Unterricht" von der Eröffnung von LediZ. Ebenso auf LinkedIn in Deutsch und Englisch.
  • 22.01.2020 auf der Startseite der LMU München ein Beitrag zur Eröffnung von LediZ.

Abschlüsse, Ehrungen und Preise (3)

  • 09.04.2021: Jeden Monat empfiehlt die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur eine App, ein Spiel oder ein digitales Angebot mit Kinder- bzw. Jugendliteratur- oder -kulturbezug. Als App des Monats Mai hat die Jury die App Weiße Rose - Die App ausgezeichnet, die in Kooperation zwischen der LMU München, der DenkStätte Weiße Rose und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern im Rahmen des Multiplikatoren-Programms entwickelt wurde. Herzlichen Glückwunsch an Jacqueline Grandy und Johannes Büttner, die Autor*innen der App!
  • 01.11.2020: Lisa Schwendemanns Dissertationsschrift ist im Springer Verlag erschienen.
  • 20.02.2020: Lisa Schwendemann hat ihre Dissertation erfolgreich abgeschlossen - herzlichen Glückwunsch!