Lernen mit digitalen Zeugnissen (LediZ)
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Aktuelles

26.02.2021: Keynote auf der 79. Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz der Universität Lettlands

Am 26.02.2021 halten Prof. Dr. Anja Ballis und Prof. Dr. Markus Gloe die Keynote der Session Difficult Heritage: Communication and Interpretation im Rahmen der 79. Internationalen Wissenschaftlichen Konferenz der Universität Lettlands. Der Vortrag trägt den Titel "Technology Meets Heritage - Interactive 3D testimonies at a German memorial site".

22.02.2021: Virtuelle Fortbildung für Lehrkräfte: "Der Holocaust im Schulunterricht"

Am 22.02.2021 findet von 15-19 Uhr die virtuelle Lehrer*innenfortbildung "Der Holocaust im Schulunterricht: Vermittlung - Forschungstrends - Herausforderungen" statt. Den Flyer mit sämtlichen Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

08.02.2021: Neue Veröffentlichung im Repositorium des Georg-Eckert-Instituts

Der Sammelband Interaktive 3D-Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden. Chancen und Grenzen einer innovativen Technologie ist in der Reihe Eckert. Dossiers erschienen. Die Beiträge in diesem Band stellen Überlegungen zu den Kommunikationsstrukturen interaktiver digitaler 3D-Zeugnisse an und beleuchten weitere Aspekte und Problemstellungen dieses Formats aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven. Ziel des Bandes ist es, einen Einblick in Entwicklung und Erforschung interaktiver 3D-Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden zu geben.

Veranstaltungen (9)

 

  • Am 26.01.2021: Zeitzeugen-Zoom mit Pinchas Gutter

    Am 26.01.2021 fand via Zoom ein Zeitzeugengespräch mit dem Holocaust-Überlebenden Pinchas Gutter statt. Den Flyer der Veranstaltung finden Sie hier.

  • Am 22.12.2020: Vortrag zu "Interaktive 3D-Zeugnisse. Entwicklung, Erforschung und Exploration"

    Am 22.12.2020 hält Prof. Dr. Anja Ballis im Rahmen des Seniorenstudiums einen Vortrag zu "Interaktive 3D-Zeugnisse. Entwicklung, Erforschung und Exploration".

 

  • Am 01.12.2020: Ein Beitrag zu LediZ im Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (BMBF)

    Prof. Dr. Markus Gloe berichtet im Newsletter der Qualitätsoffensive Lehrerbildung (Ausgabe 5|2020) über die Entwicklung und Erforschung der interaktiven digitalen 3D-Zeugnisse.

 

 

  • Am 05.11.2020: Eröffnung des DFG-Netzwerks "Testimony meets Technology"

    Am 5. November 2020 kamen Mitglieder, Assoziierte und Gäste des DFG-Netzwerks „Testimony meets Technology“ via Zoom erstmals zusammen, um sich über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft interaktiver digitaler Zeugnisse von Holocaust-Überlebenden auszutauschen. Knapp zwanzig Forscher*innen und Expert*innen aus verschiedenen Ländern, Institutionen und Fachdisziplinen nahmen an der gut sechsstündigen Auftaktveranstaltung teil.

 

  • 5. bis 11. Oktober 2020: LediZ an der KZ-Gedenkstätte Dachau

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  • Am 21.09.2020: LediZ auf der IJB Dachau 2020

    Markus Gloe und Fabian Heindl stellen LediZ auf der IJB Dachau im Rahmen des Projekts "I_remember" vor. Der gesamte Beitrag mit Diskussion kann auf der YouTube-Seite des Projekts angesehen werden.

 

  • Am 02.06.2020: “Can you imagine?” Ein Zeitzeuginnen-Zoom mit der Auschwitz-Überlebenden Eva Schloss

    Eva Schloss wurde 1929 als Eva Geiringer in Wien geboren und musste mit ihrer Familie das Land verlassen, als die Nationalsozialisten 1938 in Österreich die Herrschaft übernahmen. Die jüdische Familie floh zunächst nach Belgien, dann in die Niederlande. Die Geiringers lebten dort am Merwedeplein in Amsterdam, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Familie Frank, deren Schicksal durch Annes Tagebuch dokumentiert ist. Die Geschichte der vierköpfigen Familie Geiringer ist weniger bekannt: Eva, ihre Mutter Elfriede, ihr Vater Erich und ihr älterer Bruder Heinz tauchten 1942 ebenfalls in der Stadt unter. Sie wurden am 11. Mai 1944 verraten – es war Evas 15. Geburtstag. Die Familie wurde in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nur Eva und ihre Mutter erlebten die Befreiung des Lagers am 27. Januar 1945. Ihr Vater und Bruder waren nach einem Todesmarsch nach Ebensee im dortigen Außenlager des KZs Mauthausen zu Tode gekommen.

    Da ein persönliches Treffen mit Eva Schloss aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr möglich war, schlug die inzwischen 91-jährige Zeitzeugin spontan ein Gespräch via Zoom vor. Am 2. Juni 2020 schaltete sie sich aus ihrem Zuhause in London zu und erzählte dem Münchner Seminar von ihrem Leben - auf Englisch, da es ihr in dieser Sprache leichter falle, über den Holocaust zu sprechen, auch wenn Deutsch ihre Muttersprache ist. Während sie ihre Verfolgungsgeschichte erzählte, richtete sie sich immer wieder mit einer Frage an die Studierenden: “Can you imagine?” Sie hob hervor, dass es gerade in der heutigen Zeit wichtig sei, Position zu beziehen und sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Ihre Botschaft an die Studierenden lautete: “Don’t be a bystander. If you see injustice being done, speak up! That is a message for you as well, of course!” Zudem berichtete sie von ihren Begegnungen mit Otto Frank; er hatte 1953 ihre Mutter Elfriede geheiratet und wesentlichen Anteil daran, dass Eva zur Fotografin ausgebildet wurde. Seit nunmehr vierzig Jahren erzählt sie als Zeitzeugin die Geschichte ihrer Familie.

    Eva Schloss nahm sich viel Zeit, auf die Fragen der Studierenden zu antworten. Diese bezogen sich vor allem auf die aktuelle Lage, ihr Verhältnis zu den Deutschen und ein Leben ohne Rache. Nach zwei vollen Stunden kam der Zeitzeuginnen-Zoom zum Ende. Es war eine sehr wertvolle Erfahrung, welche die Seminarteilnehmer*innen niemals vergessen werden.

    Wenn Sie sich Eva Schloss' Antworten auf einige der Fragen der Studierenden anhören möchten, können Sie dies hier tun.

    Im Logbuch Digitale Lehre können Sie sich auch den vollständigen Videomitschnitt des Zeitzeuginnen-Zooms mit Eva Schloss ansehen.

 

  • Am 22.01.2020: Digitale Zeugnisse feierlich eröffnet!

    Am 22. Januar 2020 wurden die digitalen Zeugnisse im Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching feierlich eröffnet.

    Nach der Begrüßung durch den Hausherren Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller folgten Grußworte von Herrn Bernd Sibler (Videobotschaft, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst), Herrn Werner Karg (Ministerialrat, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus), Prof. Dr. Oliver Jahraus (Vizepräsident für den Bereich Studium) und Dr. Andreas Eberhardt (Vorstandsvorsitzender, Stiftung, Erinnerung, Verantwortung, Zukunft‘).

    Daran anschließend stellten Studierende und Mitarbeitende der LMU München, die am Projekt beteiligt sind, die Lebensgeschichten von Eva Umlauf und Abba Naor vor. Sie brachten dabei persönliche Erfahrungen mit dem digitalen Zeugnis zum Ausdruck: Passagen, die sie beeindruckt haben, Formulierungen, die sich ihnen eingeprägt haben. Verwoben waren in diesen Vortrag lyrische Einlagen zu Ehren Eva Umlaufs.

    Prof. Dr. Anja Ballis erläuterte Entwicklung und Besonderheiten der digitalen Zeugnisse entlang der drei Begriffe ‚Wertschätzung‘, ‚Zeugnis‘ und ‚Gemeinschaftsbildung‘. Im Februar 2018 wurden erste Überlegungen angestellt, die in enger Kooperation mit der Forever Holding und mit dem Leibniz-Rechenzentrum realisiert werden konnten. Erklärtes Ziel des Münchner Projektes ist, die Überlieferung der Ereignisse vor über 70 Jahren sicherzustellen und weiterzuführen. Trotz hohem technischen Aufwand ist den Beteiligten bewusst, dass die digitalen Zeugnisse die persönliche Begegnung und das Gespräch mit Eva Umlauf und Abba Naor nicht ersetzen können. Daniel Kolb, der am Leibniz-Rechenzentrum die Zeugnisse kompetent betreut, führte die technischen Grundlagen näher aus und ging auf die Besonderheiten der Spracherkennung ein.

    Anschließend bot sich für die Gäste der Veranstaltung eine besondere Gelegenheit: Im ‚Zentrum für Virtuelle Realität und Visualisierung‘ erläuterte Prof. Dr. Markus Gloe die Funktionsweise und Besonderheiten des Systems. Die Besucher(innen) hatten dann die Gelegenheit, die 3D-Visualisierung zu erproben. Beobachtet und begleitet wurden sie dabei von Eva Umlauf und Abba Naor. Ihnen sei an dieser Stelle mit Nachdruck dafür gedankt, dass sie sich auf das Projekt eingelassen haben und bis heute ihre Geschichte erzählen.
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Presse- und Medienspiegel (21)

  • Koku Musebeni berichtet auf dem Instagram-Kanal Workin' Germany des Bayerischen Rundfunks über das Projekt.
  • Im Podcast der Tagesschau kommen Abba Naor und sein digitales Konterfei zur Sprache. Zudem berichten Sophie von der Tann und Marcel Heberlein im Artikel Holocaust-Gedenken: Weshalb Zeitzeugen so wichtig sind über das Projekt.
  • Die Holocaust-Überlebende Eva Umlauf äußert sich im Artikel "Amid the Rampage at the U.S. Capitol, a Sweatshirt Stirs Troubling Memories" in der New York Times zu den Ausschreitungen in Washington, D.C.
  • In der ersten Folge des Podcasts der Zeitschrift Nomen Nominandum der Studierenden des Historischen Seminars an der LMU München wird Steffen Jost, damaliger Leiter der Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau, zu Bildungsarbeit in Zeiten der Digitalisierung befragt. Ab Minute 40:25 wird auch das Projekt LediZ diskutiert.
  • Die ZDFinfo Dokumentation "Die Deutschen und der Holocaust - Schluss mit Schlussstrich?" setzt sich mit Gegenwart und Zukunft der deutschen Erinnerungskultur auseinander und stellt dabei auch das Projekt LediZ vor. Zudem berichtet Andrea Schäffler im ZDFinfo-Artikel "Ein Viertel will Abschluss mit NS-Zeit" über das Projekt.
  • "Das Ende der Zeitzeugen": Chefredakteur Michael Husarek berichtet in den Nürnberger Nachrichten vom 28./29.11.2020 über LediZ.
  • "Remix der Erinnerung": Die Frankfurter Allgemeine Zeitung diskutiert neue Formen des Gedenkens wie interaktive digitale Zeugnisse.
  • "Vergangenheit (be)greifbar machen": Ein Beitrag über das Projekt im LRZ-Newsletter 11/2020.
  • Benjamin Markthaler berichtet im November 2020 für den Münchner Radiosender M94.5 über die Präsentation von LediZ an der KZ-Gedenkstätte Dachau.
  • In ihrer Ausgabe vom 12.10.2020 berichtet die Süddeutsche Zeitung über die Lebensgeschichte Eva Umlaufs und dem Transfer als "Digitales Zeugnis Holocaust-Überlebender" durch das Projekt LediZ.
  • "Über den Tod hinaus berühren" - so betitelt die Süddeutsche Zeitung ihren Bericht vom 05.10.2020 über die wertvolle und wirkungsvolle Auseinandersetzung Studierender mit dem interaktiven 3D-Zeugnis Abba Naors.
  • Ein Beitrag über LediZ in der Wissenssendung "nano".
  • Eine Zusammenfassung des Runden Tisches in der Online-Zeitschrift der KZ-Gedenkstätte Auschwitz. "How, Not If: Remembrance in a Digital Era" in: Memoria - Memory, History, Education. (Nr. 35, 08/2020) S. 24-26.
  • "Retweeten und Erinnern: Der digitale Umgang mit dem Holocaust" Ernst Hüttl im Gespräch mit dem Goethe Institut.
  • Eine Meldung über das Projekt LediZ in: AkademieAktuell. Zeitschrift der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. (Nr. 1 / 2020), S. 7.
  • 25.04.2020 "Gegen das Vergessen: 3-D Visualisierung von Holocaust-Überlebenden". Das Projekt LediZ wird im Newsletter 17 des Münchner Zentrum für Lehrerbildung (MZL) präsentiert.
  • 13.03.2020 Beitrag von Daniel Kolb auf XR HUB Bavaria.
  • 08.02.2020 MünchnerUni Magazin. Zeitschrift der Ludwig-Maximilians-Universität München (Nr. 1 / 2020), S. 16-18.
  • 23.01.2020 Die Süddeutsche Zeitung berichtet über die feierliche Eröffnung von LediZ und gewährt einen gelungenen Einblick in das Forschungsvorhaben.
  • 22.01.2020 das LRZ berichtet unter der Überschrift "Magische Momente für den Unterricht" von der Eröffnung von LediZ. Ebenso auf LinkedIn in Deutsch und Englisch.
  • 22.01.2020 auf der Startseite der LMU München ein Beitrag zur Eröffnung von LediZ.

Abschlüsse, Ehrungen und Preise (2)